Pro-Erdogan-Demo in Köln? – Mysteriöse Vorgänge im NRW-Landesvorstand der AfD

Das COMPACT Magazin Online berichtet am 27.07.2016:

_von Stefan Hofer

Nun soll sie also kommen, die größte Demonstration von Erdogans deutschen Sturmtruppen (UETD), am Sonntag in Köln. Selbstverständlich herrscht deshalb größte Unruhe in NRW. Auf deutschem Boden sollen innenpoltische Konflikte der Türkei ausgetragen werden, unter dem Vorwand des Protestes gegen den Militärputsch wird eine Jubelorgie für den Möchtegern-Sultan vom Bosporus stattfinden. Soweit, so schlecht – aber wie steht’s um den Widerstand gegen diese Zumutung?

Seit zwei Tagen ist eine online-Petition im Umlauf, bereits von mehreren tausend Unterstützern gezeichnet, die Innenminister Jäger (SPD) auffordert, die Demonstration zu verbieten. Die Altparteien und ihre Jugendorganisationen rufen zu einer Gegendomanstration auf, weil sie immerhin wissen, das es unschön ist, eine im Werden begriffene Diktatur zu feiern.

Im Gegensatz dazu verhält sich die AfD, die gern als Alternative firmiert, merkwürdig still. Obwohl nach COMPACT vorliegenden Angaben mindestens ein Bezirksverband sofortiges Handeln fordert, und uns viele empörte Einzelstimmen aus der Partei direkt oder via facebook erreichen, kommt vom Landesvorstand nichts! Die Dissidenten aus Westfalen fordern z.B. alles zu zu unternehmen, um mit rechtsstaatlichen Mitteln diese Demo zu unterbinden oder zu einer eigenen Gegendemo aufzurufen.

Die Chancen für ein Verbot stehen gar nicht schlecht, denn auch die Polizei rechnet mit gewalttätigen Ausschreitungen. Dass von solch einem fremdgelenkten Aufmarsch eine Gefahr für die öffentliche Ordnung ausgeht, dürfte für die zahlreichen AfD-Juristen nicht schwer zu begründen sein.

Auf Nachfrage erklärt sich Landessprecher Renner für nicht zuständig. Sein Co-Sprecher, der Petry-Verlobte M. Pretzell, scheint argumentativ abgetaucht zu sein. Lediglich der Pretzell-Widersacher und neu aufgestellte Kandidat Thomas Röckemann hat mitgeteilt, dass „es unfassbar sei, das auf deutschem Boden eine Stellvertreterdemonstration stattfindet“ die dem „Diktator Erdogan huldigt“ und fordert den Landesvorstand auf, „endlich Stellung zu beziehen und vorbereitete Aktionen umzusetzen.“

Was die Hintergründe für das merkwürdige Verhalten sind, war nicht zu erfahren. Aber man wird sicher in den nächsten Stunden von den Verantwortlichen eine Erklärung einfordern.


Erdogan Anhänger demonstrieren in Wien. picture alliance/APA/picturedesk.com

Thomas Röckemann (Minden) tritt als AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in NRW 2017 an

Thomas Röckemann (Bezirk Detmold): Ein unabhängiger Kandidat für die Landtagswahl 2017 in NRW

Diese Woche gab Thomas Röckemann (Minden) bekannt, dass er als unabhängiger Kandidat gegen den NRW-Landessprecher Marcus Pretzell bei der Landeswahlversammlung am ersten September-Wochenende um den Spitzenplatz 1 auf der Landesliste antreten wird.

Röckemann ist erfolgreicher Anwalt und betreibt eine eigene Kanzlei, er ist verheiratet, hat 4 Kinder und ist u.a. Bundesschiedsrichter im AfD-Bundesverband.

Es gibt immer eine Alternative. Und die ist gerade in NRW dringend erforderlich!

Ein Interview mit Thomas Röckemann ist auf Compact-Onlien zu finden:
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NRW – die neue infrastrukturelle DDR 2.0

http://afd.nrw/aktuelles/2016/04/schlusslicht-nrw-eine-serie-die-folgen-haben-wird-4/

NRW Schlußlicht
Düsseldorf, 15.04.16. Obwohl Geld keine Rolle zu spielen scheint, wenn es um immer höhere Belastungen für die Autofahrer geht – man denke nur an die jüngsten Diskussionen über die Steuererhöhung für Dieselkraftstoffe – fehlt es da, wo es eine auf Mobilität angewiesene Volkswirtschaft am dringendsten brauchte: Bei Investitionen in die Verkehrswege. Insbeson­dere Nordrhein-Westfalens Autofahrer können ein Lied von Schlagloch-übersäten Straßen, maroden Brücken, Dauerstaus und Dauerstress wegen völlig überlasteter Straßen singen. Für Johannes Brinkrolf, den verkehrspolitischen Sprecher der AfD NRW, ist unser Bundes­land in dieser Hinsicht die neue infrastrukturelle DDR 2.0

Sozialistischer Gammel allerwegen. Aus dem äußersten Westen Deutschlands wird schleichend aber sicher die neue infrastrukturelle DDR 2.0. Während vielerorts das innerstädtische Verkehrsnetz in Großstädten an Rhein und Ruhr unter Nothaushalts-Regime seit Jahren verkommt, fallen nun auch Bundesstraßen und Autobahnen im Westen weiter zurück. Jahrelang hat die rot-grüne Landes­regierung die Finanzmitte zum Straßenerhalt der in der eigenen Baulast liegenden Landstraßen massiv herunter gefahren. Da hilft auch der neue Bundesverkehrswegeplan nicht, denn dort brauch­te SPD Minister Groschek nur die Hand aufhalten und laut „ja“ rufen. Nur hat das die SPD Jahrzehn­te lang nicht gemacht und auch hier pro Jahr auf Milliarden schwere Investitionsgelder bereitwillig verzichtet.

Eine Schlüsselrolle spielen die Verwaltungen der Länder, wenn es darum geht, wie effizient konkrete Projekte mit den vom Bund bereitgestellten Milliarden umgesetzt werden können. Da hapert es aber, da auch hier seit Jahren systematisch durch Ruhestand freiwerdenden Planungsstellen nicht neu besetzt werden.

Selbst unter Berücksichtigung der unterschiedliche Effizienz der Landesbehörden ist das regionale Missverhältnis sehr hoch. Bei ca. 18 Millionen Menschen in NRW fließen knapp 7,30 Euro aus dem Bundestopf nach NRW. Zum Vergleich: Der Stadtstaat Hamburg erhält mit über 100 Euro pro Kopf ungefähr das fünfzehnfache.

Auch die Flächenländer Bayern und Baden-Württemberg bekommen mit jeweils ca. 50 Euro pro Kopf ein Vielfaches von NRW; selbst das dünn besiedelte Mecklenburg-Vorpommern erhält ein Mehrfaches des NRW-Niveaus.

Bekanntlich ist der Bundesverkehrswegeplan für Bundesstraßen und Bundesautobahnen zuständig, aber eben nicht für Land- oder gar Kreis- und Gemeindestraßen. Entsprechend sehen unsere Land­straßen aus. In Ost- und Südwestfalen sind mittlerweile über 55% der Landstraßen tiefgründig be­schädigt. Brinkrolf: „Das heißt im Klartext: 30 Jahre den Erhalt gespart und stattdessen mit den Mit­teln SPD-Genossen mit gut situierten Posten beglückt, dann aber den folgenden Generationen einen riesigen Investitionsstau hinterlassen. Eben DDR 2.0“.

Wenn Milchmänner rechnen: Verkehrsminister Groscheks Straßensanierungsprogramm 2016

IMG_0519http://afd.nrw/aktuelles/2016/03/wenn-milchmaenner-rechnen-verkehrsminister-groscheks-strassensanierungs-programm-2016/

Düsseldorf, 02.03.2016. 15 Millionen Euro mehr für die Erhaltung der NRW-Landess­traßen verkündete Michael Groschek jüngst der Presse. Da staunt der Laie, und der Fachmann Johannes Brinkrolf, verkehrspolitischer Sprecher der AfD NRW, wundert sich. Denn er kann nicht nur lesen, sondern auch rechnen.

„Das Budget für die nordrhein-westfälischen Landesstraßen wird in diesem Jahr gegen­über dem Vorjahr deutlich erhöht: Insgesamt fließen mehr als 115 Millionen Euro in Erhal­tungsmaßnahmen. Der Ansatz für die Erhaltungsinvestitionen ist in diesem Jahr etwa 15 Millionen Euro höher als im vergangenen Jahr. „Der größte Teil, rund 76 Millionen Euro, fließt vor allem in die Sanierung von kaputten Fahrbahnen und Brücken“, sagte Verkehrs­minister Michael Groschek. „ Aber nicht nur die Autofahrerinnen und Autofahrer werden von diesem Programm profitieren: Landesweit werden außerdem rund 4,4 Millionen Euro in die Sanierung von Geh- und Radwegen investiert. Die restlichen Mittel werden vor al­lem für kleinere und unvorhersehbare Vorhaben eingesetzt. Esgeht darum die Qualität des vorhandenen Straßennetzes weiter zu verbessern.“[1]

Dazu Johannes Brinkrolf: „NRW hat ca. 12.800 km Landstraßen, bei einer durchschnittli­chen Breite von 7,0m sind dies 89.6 Mio. m². Wenn man 2,50€ jährlichen Unterhalt an­setzt, was aus Fachpublikationen hervorgeht, ist der jährliche Bedarf 224 Mio. €. Wie Mi­nister Groschek oben mitteilt, gibt NRW gerade mal 76 Mio. € für den Straßenerhalt aus. Dies sind mickrige 33,9% der nötigen Investition. Hier sieht man exemplarisch, dass die Infrastruktur in NRW seit Jahrzehnten komplett auf Verschleiß gefahren wird und sich die SPD damit noch brüstet. Wenn man zugrunde legt, dass ca. 60% der Landstraßen in NRW tiefgründig saniert werden müssen, so reden wir bei ca. 50 € pro m² schnell über 2,7 Milliarden € Investitionsstau, alleine nur bei Landstraßen. Gemeinde- und Kreisstraßen sind dort nicht mitgerechnet. Auch ist die genannte Erhöhung von 15 Mio. € auf den m² gerechnet gerade mal das Sümmchen von 0,17€ pro m², eine Hand voll Rollsplitt, mehr nicht. Das ist keine Sanierung sondern politischer Murks.“

Wichtigkeit und Be­deutung einer zukunftsweisenden und schönen All­tagsarchitektur

http://afd.nrw/pressemeldungen/2016/03/die-afd-nrw-spricht-sich-fuer-die-wichtigkeit-und-be%C2%ADdeutung-einer-zukunftsweisenden-und-schoenen-all%C2%ADtagsarchitektur-aus/

Die AfD NRW spricht sich für die Wichtigkeit und Be­deutung einer zukunftsweisenden und schönen All­tagsarchitektur aus

Düsseldorf, 05.03.16. Kürzlich vergaben der LWL Landschaftsverband Westfalen-Lippe sowie die Stiftung und Verein Westfalen-Initiative den Preis für Baukultur 2015. Im Vorwort der begleitenden Bro­schüre schreiben Frau Dr. Barbara Rüschoff-Thale, LWL-Kulturde­zernentin und Herr Matt­hias Löb, LWL-Direktor:

„Baukultur: Ein Wort – viele Definitionen. Baukultur sucht die Ba­lance zwischen zeitge­mäß-moderner Architektur und gewachsenen orts- und regionaltypi­schen Stadtbildern. Baukultur ermöglicht Identitätsbildung in Städten, Dörfern und Ge­meinden. Baukultur för­dert Gemeinschaftssinn und Verantwortungsbewusstsein im Um­gang mit unserer gebau­ten Umwelt. Baukultur kennt keinen Stillstand, sondern ist ein akti­ver, sich in der Gegen­wart vollziehender Prozess quer durch alle Bereiche unserer Ge­sellschaft. Demografi­scher Wandel, die Energiewende, die technischen und sozialen In­novationen stellen da­bei neue und vielfältige Anforderungen an Planung und Realisie­rung. Diese Anforderun­gen müssen nicht als Einschränkungen, sondern als Chance für eine qualitätvoll gebaute Umwelt gesehen werden. Baukultur ist dabei kein Luxusthema, sondern der Schlüssel für einen gesellschaftlichen und ökonomischen Mehrwert, der eine lohnenswerte Investition in die Zukunft ist.“

Für die Alternative für Deutschland ist es eine Herzensangelegenheit, das baukulturelle Erbe und die regionalspezifischen Merkmale in Westfalen-Lippe aber auch genauso im Rheinland, gerade bei fortwährender Weiterentwicklung der technischen Möglichkeiten im Bauwesen zu erhalten. Wir, die AfD in NRW, sprechen uns dafür aus, die nötigen Finanz­mittel bereitzustellen, die unser kulturelles Erbe erhalten. Baukultur bedeutet Lebensquali­tät und steht für die Identität der Städte, Dörfer und Gemeinden und trägt damit zu Bildung und Stärkung der regionalen Identität im öffentlichen Raum maßgeblich bei.

Bernd Venjakob, Mitglied der LWL Landschaftsversammlung
Roger Beckamp, fachpolitischer Sprecher für Bauen und Wohnen
Johannes Brinkrolf, Sprecher im Landesfachausschuss Bauen, Wohnen und Verkehr

„Wahrhaftigkeit und Mut der AfD werden dauerhaft von den Bürgern anerkannt“

Journalist Hans-Hermann Gockel gestaltet informativen Abend in Stukenbrock

Kreis Gütersloh/Schloß Holte-Stukenbrock (mbb). „Bleiben Sie bei Ihrer Meinung! Bleiben Sie Ihrer Linie treu! Dann werden Ihre Wahrhaftigkeit und der Mut, für die ich Sie bewundere, dauerhaft Bestand behalten bei den Bürgern“, ist die aufsehenerregende, von großem Beifall begleitete Schlussbemerkung Hans-Hermann Gockels nach einem kurzweiligen Informationsabend der AfD im Hotel Westhoff in Schloß Holte-Stukenbrock gewesen. Vor mehr als 40 Interessierten hatte der bekannte Bielefelder Journalist und Autor aus seinem erst im Oktober erschienenen neuesten Buch „Finale Deutschland – Asyl. Islam. Innere Sicherheit“ gelesen. Mit markanten Hinweisen, wie zum Beispiel „Lügenpresse ist nicht das Unwort des Jahres, sondern für mich vielmehr das Wort des Jahres“, hatte der 61jährige ehemalige TV-Moderator engagierte Diskussionen des Publikums provoziert und so zu einem fruchtbaren Austausch aller Anwesenden beigetragen.

Georg Rust, Mitglied des AfD-Bezirksvorstands, führte im Rahmen seiner Vortragsreihe „Presse-Show“ durch den Abend und begrüßte das wissbegierige Publikum. Eingeladen hatte die AfD-Gruppe im Gütersloher Kreistag. Diese besteht aus dem AfD-Kreis- und Bezirkssprecher Udo Hemmelgarn (Harsewinkel) sowie seinem Rheda-Wiedenbrücker Kollegen Johannes Brinkrolf. „Wegen der überwiegend einseitigen Berichterstattung der Medien zum Thema Flüchtlinge sehen wir uns veranlasst, durch diese Vortragsreihe ein Gegengewicht zu schaffen“, betonte Rust.

Zitierte ernst, engagiert und energisch aus seinem Buch "Finale Deutschland": Hans-Hermann Gockel.

Zitierte ernst, engagiert und energisch aus seinem Buch „Finale Deutschland“: Hans-Hermann Gockel.

Dass er bewaffnet zur Lesung erschienen sei, verriet Ex-Fernsehmann Gockel dem erstaunten Publikum gleich am Anfang. Und er zeigte allen seine „Waffe“: das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland im Miniformat. „Was ist das für ein Land, wo in Salzkotten eine genehmigte Demonstration nur durchführbar wird aufgrund der Präsenz von zwei Hundertschaften der Polizei?“ fragte der Nachrichtenjournalist. Und was würde geschehen, könnte die Polizei eines Tages keinen Schutz mehr gewährleisten: „Es gibt Kräfte, die heftig daran arbeiten. Und das widerspricht jeglicher Meinungsfreiheit.“

In seinem Werk „Finale Deutschland“ zitiere der Autor auch aus originalen Akten der Polizei Duisburg. In Stukenbrock stellte er einige Auszüge vor: „Jeden Meter, den wir auf der Straße zurückweichen, nehmen diese Clans libanesischer, türkischer und anderer Herkunft sofort ein.“ Eindeutig, so Gockel, sei die Politik gefordert, doch das Gegenteil sei der Fall. So hätte die ohnehin überforderte Kanzlerin Angela Merkel bei einem Auftritt vor Polizeikräften im Duisburger Stadtteil Marxloh hilflos bekannt: „Mir fällt keine Lösung ein.“ Schlimmer noch: Die Polizei sei hoffnungslos unterbesetzt. Allein in NRW müssten 10.000 neue Stellen geschaffen werden. „Doch das geschieht bei dieser Landesregierung nie“, wie der Referent unterstrich. Dafür werde das Geld in Sozialprojekte gepumpt.

Brachten sich engagiert in die lebhafte Diskussion ein (von links): Prof. Dr. Friedhelm Tropberger, Johannes Brinkrolf, Udo Hemmelgarn und Georg Rust.     Fotos: Michael B. Bigos

Brachten sich engagiert in die lebhafte Diskussion ein (von links): Prof. Dr. Friedhelm Tropberger, Johannes Brinkrolf, Udo Hemmelgarn und Georg Rust.  Fotos: Michael B. Bigos

Parteimitglied Frigga Triletschke im Gespräch mit Autor Hans-Hermann Gockel (Mitte) und Georg Rust.

Parteimitglied Frigga Triletschke im Gespräch mit Autor Hans-Hermann Gockel (Mitte) und Georg Rust.

Deutschland, so eine Forderung Gockels, müsse schleunigst die Kehrtwende schaffen von der „Rundum-Versorgung“ von Flüchtlingen – egal, ob sie legal oder illegal hier seien. Es seien wahrlich keine Einzelfälle, dass kinderreichen Familien Brutto-Einkommen von mehr als 10.000 Euro zur Verfügung gestellt würden. Nicht außer Acht zu lassen seien auch Fördermaßnahmen für sogenannte Zweitfrauen, was mit deutscher Gesetzgebung nicht einmal vereinbar sei. EU-Ratspräsident Donald Tusk hat es nach Auffassung Gockels auf den Punkt gebracht: Entgegen Merkel habe der ehemalige polnische Ministerpräsident den Hinweis als falsch erachtet, die Flüchtlingswelle sei zu groß, um sie zu stoppen. Vielmehr sei sie zu groß, um sie nicht zu stoppen. Hans-Hermann Gockel: „eine schallende Ohrfeige für Frau Merkel.“

Seine Zukunftsprognose sieht nach eigenen Angaben des Autors weniger rosig aus und gleicht jener des 2014 verstorbenen Publizisten Peter Scholl-Latour: „Deutschland wird verarmen.“ Gockel: „Wenn die Unzufriedenheit wächst, irgendwann kein Geld mehr fließt, dann wird der Protest auf die Straße getragen. Das Finale Deutschland ist – ohne Schwarzmalerei – bereits eingeläutet.“ Man müsse nur schauen, wie es ausgehe. „Einigkeit und Recht und Feigheit“ könnten dabei nicht der Anspruch sein. „Wir brauchen mündige Bürger, die Rückgrat sowie Mut zeigen und Farbe bekennen“, untermauerte Gockel abschließend.

Hans-Hermann Gockel im Gespräch mit der AfD-Gruppe im Gütersloher Kreistag: Udo Hemmelgarn (links) und Johannes Brinkrolf.

Hans-Hermann Gockel im Gespräch mit der AfD-Gruppe im Gütersloher Kreistag: Udo Hemmelgarn (links) und Johannes Brinkrolf.

Im Verlauf einer lebhaften Diskussion mit dem Publikum stützte auch Prof. Dr. Friedhelm Tropberger, Leiter des AfD-Landesfachausschusses „Arbeit, Soziales und Integration“ den Hinweis des prominenten Gastes, sogenannte Gedankenfeigheit werde Deutschland in den Abgrund stürzen. „Frau Merkel hat eindeutig den Plan, Deutschland zu zersetzen und im Endeffekt die EU zu zerstören beziehungsweise umzuwandeln in ein Multi-Kulti-Gefüge“, so der Sozialwissenschaftler aus Bielefeld. Zwei Komponenten sollen nach Auffassung Tropbergers dabei nach dem Willen der Regierung zum Tragen kommen: jene von Gockel skizzierte Feigheit sowie „der neue umerzogene Deutsche“. Dieses Ziel solle nicht nur mithilfe der Medien erreicht werden, sondern auch durch Lehrer (inklusive Hochschullehrer) und sämtliche anderen Erzieher. „Deutschland soll nach Meinung der Regierenden erfüllt sein von der Mentalität der Bessermenschen“, hob Tropberger hervor.

Mit Klartext gegen Gedankenfeigheit: „Jedes Volk hat Recht auf Identität“

TV-Journalist Hans-Hermann Gockel stellt sein Buch „Finale Deutschland“ vor

Kreis Gütersloh/Schloß Holte-Stukenbrock. „Mit Klartext gegen Gedankenfeigheit“ überschrieben ist eine Buchlesung, zu der die AfD-Gruppe im Gütersloher Kreistag sowie der AfD-Bezirksverband Ostwestfalen-Lippe diesen Donnerstag, 10. Dezember, von 19 Uhr an ins Hotel Westhoff in Schloß Holte-Stukenbrock einladen. Der bekannte Bielefelder Autor und Journalist Hans-Hermann Gockel, der auch als langjähriger Nachrichten-Moderator bei Sat.1 sowie N24 beschäftigt gewesen ist, liest aus seinem Ende 2015 erschienenen Buch „Finale Deutschland – Asyl, Islam, Innere Sicherheit“.

Hans-Hermann Gockel, TV-Journalist und Autor aus Bielefeld, liest aus seinem Buch "Finale Deutschland".

Hans-Hermann Gockel, TV-Journalist und Autor aus Bielefeld, liest in Schloß Holte-Stukenbrock aus seinem Buch „Finale Deutschland“.

Der heute 61jährige Gockel (Foto) war nach Abitur, absolviertem Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften und Volontariat beim Westfalen-Blatt für diverse Tageszeitungen in der heimischen Region tätig. 1982 startete er seine TV-Karriere als Produktionsleiter beim damaligen Lokalfernsehen „teuto Tele“ in Bielefeld, wechselte zwei Jahre später als NRW-Korrespondent zum Privatsender Sat.1. Im Oktober 1987 zog es Hans-Hermann Gockel in die Sat.1-Nachrichtenredaktion. Dort moderierte er auch mehrere Magazine und ein Quiz, bevor er 2004 bis 2010 für den Nachrichtenkanal N24 arbeitete. Heute ist er als freier Journalist und Produzent tätig.

„Jedes Volk hat das Recht auf Bewahrung seiner Identität. Wenn das für uns nicht mehr gelten soll, muss Frau Merkel uns das sagen. Wenn sich nichts ändert, wird Deutschland an die Wand fahren“, hat Gockel einst in einem Zeitungsinterview gesagt. Und: Eine Gesellschaft ohne Schutz habe auch keine Zukunft mehr. Mit Mut und Entschlossenheit allerdings sei das Blatt noch zu wenden, so Gockel. Besonders will sich der Journalist auch dem Schimpfwort „Lügenpresse“ widmen. Der Buchvorstellung schließen sich Fragerunde und Gedankenaustausch an.

Im zweiten Teil des informativen Abends, dessen Ende auf 21 Uhr terminiert ist, ist eine Podiumsdiskussion unter Beteiligung der Zuhörer vorgesehen. Als Gesprächspartner eingeladen sind Frederic Clasmeier („Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus“; DGB), Udo Hemmelgarn (Kreis- und Bezirkssprecher der AfD) als Veranstalter sowie weitere fachkompetente Politiker.

„Flüchtlinge bleiben ganz schnell aus, wenn wir ihnen Attraktionen streichen“

Prof. Dr. Eberhard Hamer in Schloß Holte-Stukenbrock zum Abstieg Deutschlands

Schloß Holte-Stukenbrock (mbb). „Eine derartig massive Zuwanderung in Deutschland ist – allen Durchhalteparolen der Bundeskanzlerin zum Trotz – nicht zu verkraften“, unterstrich Professor Dr. Eberhard Hamer (Hannover). 90 Prozent der Zuwanderer gehörten dem Islam an. Und darunter würden sich auch radikale Kräfte befinden, die vor Anschlägen nicht zurückschreckten. Das vermittelte der Volkswirtschaftler, Rechtsanwalt und Theologe (a. D.) in seinem Vortrag „Der derzeitige, scheinbar unaufhaltsame Abstieg Deutschlands und seine Ursachen“, den er auf Einladung des Bezirksverbands Ostwestfalen-Lippe/Detmold der Alternative für Deutschland im Hotel Westhoff in Schloß Holte-Stukenbrock hielt.

Prof. Dr. Eberhard Hamer (2. v. l.) referierte auf Einladung des AfD-Bezirksverbands Ostwestfalen-Lippe, vertreten durch (v. r. ) Sprecher Udo Hemmelgarn (Harsewinkel), Schatzmeister Karl-Heinz Tegethoff (Paderborn) und den stellvertretenden Sprecher Markus Wagner (Minden-Lübbecke).

Prof. Dr. Eberhard Hamer (2. v. l.) referierte auf Einladung des AfD-Bezirksverbands Ostwestfalen-Lippe, vertreten durch (v. r. ) Sprecher Udo Hemmelgarn (Harsewinkel), Schatzmeister Karl-Heinz Tegethoff (Paderborn) und den stellvertretenden Sprecher Markus Wagner (Minden-Lübbecke).                                             Fotos: Michael Bernd Bigos

AfD-Bezirkssprecher Udo Hemmelgarn (Harsewinkel) hatte zuvor den Redner und interessierte Zuhörer mit den Worten begrüßt, eine „völlig durchgeknallte Kanzlerin“ sei dringendst zu stoppen. Angela Merkel stammele nur hilflos „wir schaffen das“. Dabei verstoße sie mit ihrer Einwanderungspolitik eindeutig gegen Völkerrecht, Grundgesetz, Asylrecht und auch das Dublin-III-Übereinkommen.

„Nicht gedeckten Geldturm aufgehäuft“

Neben der Zuwanderungsproblematik benannte Hamer insbesondere die europa- und weltweite Schuldenkrise als maßgebliche Ursache für den drohenden Aderlass Deutschlands. Statt aus den Geschehnissen um die einstige US-Investmentbank Lehman Brothers und dem Schuldenschnitt in einigen europäischen Ländern (zum Beispiel Griechenland) gelernt zu haben, werde Gegenteiliges umgesetzt. Der Volkswirtschaftler: „Die Geldmenge ist vervierzigfacht worden, während die Güter nur auf das Vierfache angestiegen sind. Das stellt eine toxische Gefahr dar.“

Der Volkswirtschaftler Prof. Dr. Eberhard Hamer referierte auf Einladung des AfD-Bezirksverbands.

Der Volkswirtschaftler Prof. Dr. Eberhard Hamer referierte auf Einladung des AfD-Bezirksverbands.

Der eigentliche Skandal bestehe allerdings darin, dass die Parlamente diese unsägliche Politik mitgespielt hätten. Der Referent: „So ist ein nicht gedeckter Geldturm aufgehäuft worden. Und im nächsten Jahr taucht irgendwann der erste nicht gedeckte Wechsel auf und hält allen vor Augen, dass sie in Wahrheit einen Haufen wertlosen bedruckten Papiers in Händen halten.“ Das bedeute eine Weltfinanzkrise nie gekannten Ausmaßes. „Einen Ausweg gibt es dann nur durch Inflation, Währungsreform, Sparen oder Krieg“, hob Hamer hervor.

Euro-Krise weitere Ursache für Abwärtstrend

Die Euro-Krise ist nach Auffassung des 83jährigen Akademikers eine weitere Ursache für den steten Abwärtstrend in Deutschland. Aus diesem Grund sei die Kritik der AfD an der Zentralisierung der EU vollkommen richtig und notwendig. Es sei keinesfalls akzeptabel, dass mittlerweile 84 Prozent aller gesetzlichen Vorschriften vorgegeben und lediglich von den Mitgliedsstaaten umzusetzen seien. Hamer: „Wir sind auf dem besten Weg zum EU-Einheitsmutanten, der gelenkt wird von einem Politbüro, das denen des Kommunismus, des ehemaligen Ostblocks und der DDR in nichts nachsteht.“

AfD-Bezirkssprecher Udo Hemmelgarn begrüßt mit seinen Vorstandskollegen Markus Wagner (links) und Karl-Heinz Tegethoff (2. v. l.) Prof. Dr. Eberhard Hamer (rechts) zum Vortrag bei Westhoff.

AfD-Bezirkssprecher Udo Hemmelgarn begrüßt mit seinen Vorstandskollegen Markus Wagner (links) und Karl-Heinz Tegethoff (2. v. l.) Prof. Dr. Eberhard Hamer (rechts) zum Vortrag bei Westhoff.

Auch die Geheimverhandlungen um das TTIP-Handelsabkommen hält der Autor von mehr als 30 Büchern für „in höchstem Grade gefährlich“. Denn nicht nur Zölle sollen fallen, sondern auch bewährte deutsche Standards. Hamer: „Das geschieht alles nur im Sinne der Großkonzerne.“ Der Mittelstand, der als einzige Gruppierung noch zur Volkswirtschaft beitrage, werde von der Euro-Diktatur in allen Mitgliedsstaaten entrechtet. Und die Politik nehme dies widerspruchslos hin – mit Ausnahme der Linken. CDU und FDP ließen den Mittelstand in zentralen Fragen im Stich. „Der Großwirtschaft ist die Demokratie ebenso lästig wie dem Proletariat“, so der ehemalige Professor der Universität Bielefeld.

„Unsere Sozialsysteme werden platzen!“

Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei 40 Prozent der eingereisten Menschen um Analphabeten handelt, könne von Bereicherung des Arbeitsmarktes nicht die Rede sein, sondern vielmehr um Eindringen ins Sozialsystem. Hamer: „Wir stehen vor der größten Umgestaltung, die Deutschland je erlebt hat und erleben wird.“ Er prognostiziere ein Platzen unserer Sozialsysteme, was der Arbeitsmarkt nicht erwirtschaften und ausgleichen könne. Die Ursachen seien klar: „Wir dürfen nicht mehr bieten als andere Länder. Dann kommen auch nicht mehr so viele.“ An einer Änderung der Zuwanderungspolitik komme Deutschland nicht vorbei. Die akute Flut an Flüchtlingen sei nach Auffassung Hamers kurzfristig einzudämmen. Man müsste nur „die Attraktionen streichen“.

„Der unaufhaltsame Abstieg Deutschlands“ ist der Vortrag überschrieben gewesen, den Prof. Hamer in Stukenbrock hielt.

„Der unaufhaltsame Abstieg Deutschlands“ ist der Vortrag überschrieben gewesen, den Prof. Hamer in Stukenbrock hielt.

Scharfe Kritik übte der Volkswirtschaftler, der sich 36 Jahre für Mittelstandspolitik als CDU-Mitglied starkgemacht hatte, an den Altparteien: „Ich kann nicht verstehen und mir hat noch keiner erklärt, warum Linke, Grüne und Rote diese Zuwanderung wollen. Gerade ihre Klientel ist es, die am meisten unter der zusätzlichen Belastung leidet.“ Die Oberschicht, die aus drei Prozent der Bevölkerung bestehe und über 70 Prozent an Macht verfüge, lebe aus ihrem – längst in Sicherheit gebrachten – Vermögen. Die Mittelschicht (zehn Prozent der Bürger) lebe von Eigenleistung, die Unterschicht (20 Prozent) von Sozialleistungen. Dabei würde der Mittelstand 80 Prozent der Staatskosten finanzieren. „Wenn hier alles kaputt geht, bleibt auch nichts mehr für die Unterschicht. Und dann werden Auseinandersetzungen kommen, die nicht friedlich bleiben“, so Prof. Hamer abschließend.